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Schlag

auf der Intensivstation in der Reha wieder Zuhause neuer Alltag

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Was hilft !

Auch Du als Angehöriger brauchst du Hilfe

Auch wenn Dich die Sorge um den geliebten Menschen quält, auch wenn Du das Gefühl hast, ihm nicht helfen zu können, oder ständig im Weg zu stehen: Du darfst Eure Situation nicht vergleichen.

Auch Deine Situation ist nicht leicht zu bewältigen. Auch Du hast in dieser Situation ein Schicksal. Nur weil Du jetzt nicht schwerkrank bist, heißt das nicht, dass Du jetzt keine Hilfe brauchst.

Nimm Dich ernst mit Deinen Gefühlen und Bedürfnissen.

Wenn man von solch einem schlimmen Schicksalsschlag getroffen wird, erscheint die ganze Zukunft bedrohlich. Man kann noch nicht verstehen, was auf einen zukommt. Gerade deshalb ist es wichtig, jetzt für sich selbst zu sorgen. Du brauchst in dieser Situation nicht immer den tapferen, starken spielen.

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Sei gut zu dir selbst

Auch dein Körper braucht Schlaf und möchte gut ernährt werden.

"Wenn ich große Probleme habe, dann schlafe ich und manchmal spüre ich ganz deutlich, wie dieser Schlaf und die Träume auf eine wundersame Weise die Probleme beleuchten und mitwirken, in der Not Klarheit zu bekommen über die Situation."

Versuche Dich zu entspannen. Bereite Dir ein schönes, duftendes heißes Bad vor dem Schlafengehen. Höre Dir Musik an, die Du gerne magst. Lass dich in den Arm nehmen, massieren, gehe zwischendurch an die frische Luft.

Wir können unsere innere Lebendigkeit spüren.

Wenn Du es schaffst dieser Situation mit offenen Sinnen zu begegnen, kannst Du viel daraus lernen. Die große Chance dieser Zeit liegt darin, in Kontakt zu treten mit der eigenen Wahrhaftigkeit. Man ist sehr essentiell "am Leben dran" - so fühlt man sich sehr selten im Leben. Wir können diese Chance nutzen, weil wir aus der Routine des Alltags herausgerissen sind. Wir spüren in dieser Situation so deutlich - ich lebe.

Beobachte das Treiben, das normale Leben. Manchen Menschen tut es gut, zu meditieren oder in die Kirche zu gehen.

Du kannst Dir aber auch kleine Handlungen mit Symbolkraft - Rituale - ausdenken.

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Kraft der Rituale

"Ich habe einen großen Teller mit Moos bedeckt.
In der Mitte stand eine Kerze, die immer brannte. Daneben lag der schöne Ehering von Boris.
Jeden Tag kam etwas hinzu von mir oder den Freunden. Kleine Dinge, die uns an Boris erinnern und ihn stärken sollten: ein Foto, Steine, Muscheln, Wurzeln, Blüten, Federn, ein Schälchen mit Wasser...
"Vor meinem Fenster sah ich die Rückwand eines Tempels. Wenn dort Gottesdienste abgehalten wurden, war das Fenster rot erleuchtet. Und immer saßen dort diese zwei Tauben. Ich konnte nicht aufhören da hinzugucken. Wenn eine Taube wegfliegen sollte, würde es heißen, dass Boris stirbt. Ich spielte immer wieder mit diesem Gedanken und beobachtete alles ganz genau. Die Spuren der anderen Tauben auf dem Dach. Ein vorbeihuschendes Eichhörnchen.

Ich spürte, wie ich langsam ruhiger wurde."

Man kann innere Kraft aus sich selbst schöpfen mit Ritualen - eine Situation zu gestalten, ihr Bilder zu geben, ihr Bedeutung zu verleihen.
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Schreibe auf, was Dich bewegt

Lasse alle Gedanken zu, die auf dich einstürzen.
Nimm Deine Sorgen und Probleme ernst.
Schreib auf was Dir ganz spontan in den Sinn kommt.
Versuche nicht irgend etwas zu ordnen, lass es einfach heraus.

Diese Zeilen sind für niemanden bestimmt, es spielt keine Rolle, ob Du Rechtschreib- oder andere Fehler machst.

Es wird Dich befreien.

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Sprich dich aus

Suche Dir Gesprächspartner, die bereit sind sich auf Deine Welt einzulassen. Wem kannst Du Dich anvertrauen? Mit all deinen widersprüchlichen Gedanken?

Du wirst feststellen, dass einige nahe Menschen, die Du ansprichst, Dir aus dem Weg gehen. Das kann äußerst verletzend und irritierend sein. Es ist ihre Schwäche, nimm es nicht zu Herzen. Dir wird ein Gesprächspartner an anderem Ort begegnen, wo Du es nicht für erwartet hast.

Wenn Du keine Freunde oder Angehörigen hast, mit denen Du reden kannst, dann sprich mit Deinem Hund oder Deinem Teddybär. Manchen Leuten fällt es auch leichter, Lieder zu singen, die für sie eine bestimmte Bedeutung haben. Es gibt viele Wege, sich das Herz ein wenig zu erleichtern - jeder Weg, der hilft ist gut, und sei er noch so merkwürdig. Hast Du schon mal probiert, einen Baum zu umarmen, und Dich von ihm trösten zu lassen?

Katarina: "Ich hatte sehr interessante Gespräche im Aufenthaltsraum für die Angehörigen mit anderen Patienten auf der Intensivstation. Wir waren alle in Not und bangten um ein Leben. Es ergaben sich erstaunliche tiefe Gespräche zwischen Menschen unterschiedlichster Herkunft, mit denen ich sonst kaum ins Gespräch gekommen wäre."

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Mache dich sachkundig

Lerne über das Gehirn, den menschlichen Körper, die menschliche Psychologie. Hab keine Angst Fragen zu stellen, wenn Du nicht verstehst was vor sich geht.

Setz Dich auseinander mit den Phantasien, die das auslöst.

Wie bewerte ich, was ich erfahre?

Wir empfinden den Rahmen der Schulmedizin heute als recht begrenzt. Wir haben inzwischen eine große Palette von unterschiedlichen Therapieansätzen - von neuesten Forschungsergebnissen bis zu heilpraktischen Methoden. Mit Neugierde und dem Willen wieder gesund zu werden lassen wir nichts unversucht.

Über die Mittel, die wir finden - und seien sie noch so absonderlich, können wir uns auf dieser Website gegenseitig beraten.
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ein Heilungstext zum Vorlesen für betroffene Angehörige

Autor:  Cay Baron von Brockdorff, Spezialist in medizinischer Hypnose
mit freundlicher Genehmigung vom Landsitz Sophienlust.

Den Text können Sie Ihrem kranken Partner/ Ihrer Partnerin oder Verwandten auch vorlesen, wenn er oder sie geistig abwesend ist. Der innerer Heiler wird Ihre Worte hören. Auch Sie selbst werden sich durch das Vorlesen dieses Textes besser fühlen. Lesen Sie den Text mit einer ruhigen, einfühlsamen Stimme.

Dieser Text wird durch die Kraft des Wortes Deinen Heilungsprozess unterstützen. Ich werde aus Gründen der Erholung zwischendurch immer wieder eine Pause machen. Dann können wir in Gedanken verweilen und in dem Moment weiter fortsetzen, wenn es für uns richtig ist. Wir lassen uns immer wieder Zeit und ruhen uns aus. Dieser Vorspann hat bereits eine angenehme, heilsame Wirkung auf Deine Körperorgane und deren wohltuende Koordination.

Entspanne Dich für eine Weile noch mehr als Du es ohnehin vielleicht tust. Ruhe Dich aus.

Nutze den Augenblick, Dich an wunderschöne Momente oder Ereignisse in Deinem Leben zu erinnern, in denen Dein Körper voller Kraft und Energie war. Vielleicht tauchen diese Ereignisse oder Erinnerungen spontan auf, oder es drängt sich jedes Mal ein spezieller Vorgang in den Vordergrund. Egal, suche Dir den schönsten heraus .... und ruhe Dich aus.

Achte dabei auf Deinen Atemrhythmus, während sich die Bilder und Gefühle von damals in Deinem Körper wohltuend ausbreiten. Wenn dabei Klänge oder eine bestimmte Stille mit dazu gehören, lasse diese vor Deinem inneren Ohr noch einmal erklingen, während die Gefühle der Kraft von damals mit jedem Atemzug und jedem Ausatmen wieder in Deinen Körper einfließen.

Einatmen, Ausatmen - vielleicht kommen auch dabei wieder die Bilder hoch, vielleicht gab es auch spezielle Düfte oder einen bestimmten Speichelfluss oder auch Geschmack im Mund.

Die Heilung liegt oft in der Kunst der Pause.

Schließe jetzt die Augen, wenn sie nicht schon geschlossen sind und lasse die Gefühle und Bilder, die Klänge oder Stille des Ereignisses, Geruch und Geschmack auf sich wirken ........ entweder, Du verweilst noch ein bisschen bei dem Ereignis oder Du denkst schon an die nächste Situation, die Du beim nächsten Mal verwenden wirst.

Danke jetzt Deinen Sinnesorganen auf deine Weise für das erneute innere Erleben dieses Ereignisses und ruhe Dich aus.

Und für die heilsame Verinnerlichung dieses Textes lese ich ihn noch einmal von oben bis unten vor. Dabei achte ich nicht auf das Schwarze der Buchstaben, sondern auf das Weiße in den Zwischenräumen oder innen drin. Gute Besserung!

Cay Baron von Brockdorff

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